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01.09.2017

Porta & Co locken immer mehr Urlauber in die Region

Zahl der Gäste erreicht absoluten Spitzenwert, Bettenanzahl sinkt jedoch seit Jahren

Mosel, Eifel und Hunsrück liegen voll im Trend. Das zeigt das aktuelle Branchenportrait Tourismus der Industrie- und Handelskammer Trier. Die Gästeankünfte in der Region haben 2016 ein neues Rekordniveau erreicht – im Vergleich zu 2015 stieg die Zahl um knapp vier Prozent auf 2,3 Millionen. Damit überbietet die Region Trier den landesweiten Durchschnitt. Rheinland-Pfalz-weit stieg die Anzahl der Gäste um 1,8 Prozent. Besonders die Vulkaneifel sticht hervor – sie erzielte mit einem Plus von sage und schreibe 27 Prozent den größten Zuwachs. Doch auch die Ferienregion Mosel-Saar kann sich von schreiben: 26 Prozent aller rheinland-pfälzischen Gäste reisten 2016 in die beiden Flusstäler – zehn Prozent mehr als noch im Vorjahr. Damit nimmt die Region Mosel-Saar im landesweiten Vergleich eine bedeutende Stellung ein.

Niederländer und Belgier reisen besonders gern in die Region

Auch die Zahl der gebuchten Übernachtungen weist eine Steigerung auf, allerdings nur geringfügig um 0,4 Prozent auf 6,9 Millionen. Die höchsten Steigerungsraten erzielten hierbei der Landkreis Vulkaneifel mit vier Prozent und die Stadt Trier mit zwei Prozent. Im landesweiten Vergleich schafft es Trier, hinter der Landeshauptstadt Mainz, mit knapp 800 000 Übernachtungen zum zweiten Mal auf den zweiten Platz – und liegt somit vor der Stadt Koblenz.

Während im bundesweiten Vergleich die größten Wachstumsmärkte für Gäste im Ausland liegen, ging der Anteil an ausländischen Gästen in der Region um 2,2 Prozent zurück. Die wichtigsten Quellmärkte für die Region lagen weiterhin in den Niederlanden und Belgien.

Tourismusintensität zeigt Bedeutsamkeit des Tourismus
Die herausragende Bedeutung des Tourismus in der Eifel, an der Mosel und im Hunsrück wird insbesondere durch die Betrachtung der Tourismusintensität deutlich. Diese setzt die Zahl der Gäste-Übernachtungen in einem Gebiet mit der Zah der Einwohner ins Verhältnis. In der Region Trier liegt sie mit 12 983 fast 2,5-mal über dem rheinland-pfälzischen Wert (5441) und dem Bundeswert (5566). Die höchste Tourismusintensität in der Region weist dabei wiederum die Vulkaneifel auf. Im Jahr 2016 wurden hier 24 882 Übernachtungen je 1000 Einwohner gezählt – eine Steigerung von 950 Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr.

Wesentlicher Tourismustreiber ist die Campingbranche. Landesweit verbuchten die Campingplätze knapp 2,5 Millionen Übernachtungen und beherbergten insgesamt 816 713 Gäste. Das entspricht dem bisherigen Spitzenwert aus dem Jahr 2015. Die Campinganbieter der Region Trier verzeichneten 2016 exakt 636 784 Übernachtungen – und konnten somit innerhalb der vergangenen vier Jahre einen Zuwachs von 13 Prozent generieren (72 963 Übernachtungen). Vor allem der Landkreis Trier-Saarburg sticht hiervor: Hier stiegen die Übernachtungszahlen im Campingsegment um 2,2 Prozent auf knapp 300 000 Übernachtungen.

Nachfolge bleibt größte Herausforderung der Branche

Insgesamt 858 Beherbergungsbetriebe wies die IHK-Region Trier im vergangenen Jahr auf. Das sind 75 Betriebe (acht Prozent) weniger als noch im Jahr 2005. Dies zeigt deutlich, dass in der vergangenen Dekade eine Marktbereinigung stattgefunden hat. Ein Trend, der im gesamten Land zu beobachten ist. So sank die Zahl der Beherbergungsbetriebe in den vergangenen fünf Jahren in Rheinland-Pfalz um neun Prozent auf 3218 Betriebe im Jahr 2016.

Die jeweiligen Betriebsformen entwickeln sich in der Region Trier sehr unterschiedlich. Während die Anzahl der Ferienzentren (+22,2 Prozent), Campingplätze (+15,9 Prozent) und Pensionen (+6,6 Prozent) in den vergangenen zehn Jahren zugelegt hat, verbuchen vor allem Gasthöfe (-35,7 Prozent), Erholungs- und Ferienheime (-30,0 Prozent) und Hotels (-13,9 Prozent) hohe Rücklaufquoten. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Entwicklung des Bettenangebots ab. Während 1996 noch 57 367 Betten angeboten wurden, sind es 2016 nur noch 54 671. Der Spitzenwert lag 2005 bei 62 691 Betten, rund 13 Prozent mehr als 2016.



Info

Blickpunkt Wirtschaft
Artikelart: Wirtschaftstrends
Ausgabe: September 2017




Autor

Anne Morbach
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